Antriebslos
Müde und zermürbt, trübe
wie die Worte der Menschen.
Traumloses Schlafen
bei Tag und Nacht keine Engel.
Habe meine Gebete vergessen,
warum noch Essen,
zu ohnmächtig, wieso noch musizieren!
Leblos, nicht zu sezieren.
Im Brutkasten des Nichts.
Keine Kopfgeburten mehr.
Der Motor springt nicht an.
Kraft- und saftlos.
Über allen Wipfeln ist bald
Ruh.
Wie kann man noch Menschen retten?
Sie sind doch alle totgeweiht oder liegen in Ketten.
Das Leben eine fatale Illusion,
warten auf die endgültige Explosion.
Alles so leer, bloß Macht und Moos,
vielleicht deshalb so antriebslos.